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Absatzmarkt Russland – gibt es ein Comeback?

Ein Thema, das vorerst gar nicht in das Programm des achten Deutschen Maschinenbau Gipfels in Berlin eingeplant war, ist der Absatzmarkt Russland. Die Veranstalter haben es dann doch in das Programm des zweitägigen Kongresses aufgenommen.  Und schon nach dem ersten Vortrag von Dr. Stefan Meister von Robert Bosch Zentrum ist klar, dass die Krise mit Russland durchaus wichtig für den deutschen Maschinenbau sei, so auch VDMA-Präsident Reinhold Festge.

Russland wendet sich nach und nach vom Westen ab und dem asiatischen Markt zu. Gründe dafür sind vielfältig: Ukraine-Krise, Sanktionen und jetzt auch Syrien. Laut Dr. Reinhold Festge, Präsident des Deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, ist der deutsche Maschinenexport nach Russland im großen Maße zurückgegangen. Für die russischen Unternehmen sei die Finanzierung der deutschen Maschinen, wegen der Rubel- und Ölkrise aber vor allem wegen der Finanzsanktionen, einfach zu teuer. Die Sanktionen seien aber vor allem auch „Rückenwind für die Wettbewerber“. „Wir müssen mit China um die russischen Kunden kämpfen“, sagt Festge und fügt hinzu: „Aber durch unser ‘Made in Germany’ haben wir ein gutes Standing und sind weiterhin in Russland willkommen.“ Die russischen Unternehmen wollen also weiterhin deutsche Maschinen kaufen. Ein Comeback sei möglich, so die Teilnehmer des Forums. „Die Politik stört. In Russland sind die Unternehmen positiv eingestellt.“, meint Wolfgang Clement, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Wenn man mit Russland etwas zu tun haben will, muss man ein Optimist sein.“

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