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Die bunte Welt der Cocktails

Gute Cocktails sind eine Kunst für sich. Im Mittelpunkt der Zubereitung steht nicht der Alkohol, sondern die unterschiedlichen Aromen und Geschmacksnoten. Das weiß auch Thomas Gruber, der seit 6 Jahren Cocktails mixt und sich dementsprechend gut mit den einzelnen Zutaten auskennt. Viele bekannte Cocktails haben eine eigene Entstehungsgeschichte und deshalb lohnt es sich diese einmal genauer zu betrachten.

Die ersten Cocktails entstanden, weil hochprozentiger Alkohol früher nicht gut schmeckte. Der Grund dafür: Eine kontrollierte Destillation war lange nicht möglich. Aus diesem Grund variierte der Alkoholgehalt von Spirituosen sehr stark und damit auch deren Geschmack. Da diese ohne Zucker und Geschmacksstoffe kaum verzehrbar waren, entstanden die ersten Mixgetränke wie beispielsweise der Old Fashioned. Laut der ältesten, bekannten Definition besteht ein Cocktail aus Zucker, Spirituosen, Cocktailbitter und Schmelzwasser. Genau diese Zutaten kommen auch in einen Old Fashioned. „Er wird aus einem Stück Würfelzucker, Angosturabitter und Roggenwhiskey gemixt und anschließend mit Eiswürfeln verrührt”, erklärt Thomas Gruber. Neben den älteren Klassikern unter den Cocktails, wie dem Old Fashioned und dem Mai Tai, bestellen Barbesucher häufig auch Mixgetränke, die durch Serien und Filme bekannt wurden. Zwei Beispiele dafür sind der Dry Martini und der Cosmopolitan. Ihre Beliebtheit verdanken Martinis den James-Bond-Filmen. „Es gibt verschiedene Zubereitungsmethoden für diesen Cocktail. Er kann aus Wodka oder Gin zubereitet und mit Olive oder Zitronenschale garniert werden“, so Gruber.

Der Barkeeper mixt seine Martinis mit Gin – das ist ein Wacholderbrand. Zuerst aromatisiert er die Eiswürfel mit Wermut, da nur ein Hauch des Geschmacks in den Cocktail soll. Die aromatisierten Eiswürfel werden zusammen mit Gin in ein Cocktailglas gefüllt und mit einer Olive garniert.

Auch der bei Frauen beliebte Cosmopolitan hat seine eigene Entstehungsgeschichte. 1934 wurde er das erste Mal erwähnt. Die heutige Rezeptur aus Orangenlikör, Zitronenwodka, frischen Limetten und Cranberry-Saft, ist eine Abwandlung des ersten Rezepts, das sich seit 1934 immer weiter entwickelt hat. In den neunziger Jahren wurde der Cosmopolitan durch die TV-Serie „Sex and the City” weltbekannt. „Die hellrosa Farbe des Getränks sieht zwar mädchenhaft aus, allerdings ist dieser Cocktail ziemlich stark”, sagt Gruber.

Cocktails schmecken nicht nur gut, es gibt sogar einen, der angeblich auch gegen die Folgen einer langen Feier helfen soll – gemeint ist damit die Bloody Marry. Die Grundzutaten des exotischen Cocktails sind Tomatensaft und Wodka. „Der Tomatensaft wirkt basisch, das bedeutet er neutralisiert die Säure im Körper, was gut gegen Übelkeit ist. Das CocktailsVitamin C der Zitrone hilft dem Körper wieder in Schwung zu kommen und die Gewürze wie Tabasco und Pfeffer, regen den Kreislauf an”, erklärt Thomas Gruber. Der Alkohol, der auch in den Cocktail kommt, ist allerdings kontraproduktiv um die Symptome des Körpers zu lindern. Die Lösung ist denkbar einfach: Man macht den Cocktail nach Rezept, aber ohne Wodka. Der Cocktail ohne Alkohol wird Virgin Marry genannt. Geschmacklich unterscheiden sich beide Varianten kaum, da Wodka nahezu geschmacklos ist. Das sicherste Mittel gegen einen Kater am nächsten Morgen ist: Den Alkoholkonsum im Grenzen halten!

Viktoria Feifer

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