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Gewürze als natürliche Geschmacksbooster

Gewürze sind die wertvollsten Schätze der Natur. Angefangen von Pizza und Pasta bis hin zu Chai Latte und Curry, wäre der himmlische Geschmack ohne die spezielle Würze unerdenklich.  Sie verleiht Speisen, den unvermeidlichen exotischen Geschmack. Doch wo ist der Ursprung der Gewürze und wie werden sie hergestellt?

Die Entstehung der Gewürze-Welt

Bereits viele Jahre vor Christus wurden erste Kräuter und Gewürze in Ägypten gefunden. Die Arbeiter am Bau der Pyramiden bekamen beispielsweise Zwiebeln und Knoblauch, um bei Kräften zu bleiben. Auch wurden Gewürze und Kräuter zur Mumifizierung verwendet. Erste Gewürze wie Zimt, Majoran, Kreuzkümmel, Muskatnuss und Weitere wurden zur Bauchreinigung eingesetzt. Gleichzeitig benutzten die Einwohner Chinas, Koreas und Indiens die Gewürze, um Medikamente und auch Parfums herzustellen. Die Griechen ehrten den Gewinn der Olympischen Spiele mit dem Lorbeerblattkranz.

Kräuter und Gewürze für den perfekten Geschmack und Geruch (Foto: Kirthiga Kathirgamanathan)

Im Laufe der Jahre stieg der Wert der Gewürze und es entwickelte sich auch der Handel mit ihnen. Schon bald fing der Transport aus den Anbauregionen gen West an. Auch wenn die Anfänge aus Ägypten stammen, liegt die Herkunft global verteilt. Die meisten Kräutergewürze wie Basilikum, Koriander, Dill, Petersilie und Oregano stammen aus Europa. Bekannte Exoten, wie Kardamon, Nelken, Zimt, Vanille, Pfeffer, Muskatnuss und Kurkuma stammen dagegen aus dem orientalischen Raum. Mexiko ist als allerfeinste Vanille bekannt. Chilischoten aus Südamerika gelten als die schärfsten Chilis weltweit. Sri Lanka ist für seinen hochwertigen Zimt bekannt. Der Pfeffer aus Indien ist besonders gefragt.

Gewürzherstellung – kein großer Aufwand?

Gewürze werden nicht umsonst als Schätze der Natur bezeichnet, denn man gewinnt sie aus den Pflanzen. Dafür verwerdet werden die unterschiedlichste Pflanzenteile, wie Samen, Wurzeln, Rinde oder Blätter. Das Trocknen, Zerkleinern und Zermahlen sind gewisse Methoden der Gewürzherstellung. Beispielsweise können Basilikumblätter frisch oder getrocknet und zerkleinert zu Speisen hinzugegeben werden. Für Zimt hingegen wird die Rinde des Zimtbaumes fein gemahlen. Das bekannte indische Gewürz Kurkuma ist die magische Zutat für alle Curries. Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen, genau genommen zum gelben Ingwer. Für die Erzeugung wird der Ingwer fein gemahlen.

Weltweit werden vielfältige Gewürze aus zahlreichen Bäumen und Pflanzen gewonnen. Um große Mengen an Gewürzen zu produzieren, wurden im Laufe der technischen Entwicklung die Mühle eingesetzt. Letztendlich werden die fertigen Produkte international geliefert, damit alle davon profitieren. Gewürze müssen nicht zwingend fertig gekauft werden. Kräuter, wie Basilikum und Petersilie kann man in jedem Supermarkt oder Baumarkt finden und anschließend selbst züchten. Auch durch das Züchten von Chilipflanzen kann man den Gerichten frische Schärfe hinzugeben.  Wer einen Garten oder eine Alternative hat, kann sich dies natürlich zum Nutzen machen und seine eigene Gewürzwelt anbauen.

Chilianbau zu Hause (Foto:Kirthiga Kathirgamanathan)

Gewürze für die Gesundheit und Schönheit

Nicht nur für das Verfeinern von Geschmäckern und das gute Aroma, werden die Gewürze wert geschätzt. Auch in der Medizin gewinnen die Gewürze eine Menge an Bedeutung. Vor allem die Ayurvedische Medizin beschäftigt sich mit der Verwendung von Gewürzen. Bei kleinen Erkältungen, wie Schnupfen oder Husten helfen Ingwertee, Pfefferminztee oder Kamillentee. Eines der beliebtesten Hausmittel aus der tamilischen Küche gegen Erkältungen ist eine Suppe mit scharfen Gewürzen, wie Pfeffer, Chili, Ingwer und Zitrone. Diese Suppe heilt jede Erkältung. Statt beim schlechten Atemgeruch nach einem Kaugummi zu greifen, hilft es ein paar Kardamoms in den Mund zu werfen und zu kauen. In Indien werden schwangeren Frauen Kardamoms und Safranblüten in die Milch reingemischt. Dadurch soll das Baby gesund und vor allem hellhäutig auf die Welt kommen.

Einige wichtige Gewürze aus der tamilischen Küche (Foto: Kirthiga Kathirgamanathan)

Gewürze lassen uns nicht nur gut riechen, sondern auch gut aussehen. Vor allem Kurkuma kommt hier vielseitig zu Gute. Kurkuma beugt Hautunreinheiten vor und reduziert teilweise auch Gesichtsbehaarungen. In Indien ist es üblich, dass sich die Braut vor ihrer Hochzeit mit Kurkuma einreibt bevor sie sich frisch macht. Außerdem wenden vor allem pubertierende Mädchen häufig Kurkuma als Gesichtsmaske an. Dies soll Hautunreinheiten vorbeugen.

Kardamom ist auch ein sehr beliebtes Beautymittel. Es bringt den Kreislauf in Schwung und wirkt sehr stimmungsaufhellend. Wer duftende Haare haben möchte, kann Kardamoms zerkleinern und in das Shampoo mischen. Kardamoms geben den Haaren Vitamine, Glanz und sehr natürlichen Duft. Deshalb wird Kardamom häufig auch Ölen beigefügt. Auch Knoblauch ist sehr vitaminreich für die Haare. Knoblauch enthält die Aminosäure Cystein, welches das Wachstum der Follikel anregt. Es verleiht den Haaren Kraft, Volumen und Glanz. Es gibt noch zahlreiche Gewürze, wie Zimt, Vanille, Rosmarin, Fenchelsamen und noch weitere. Alle Gewürze haben gewisse Besonderheiten, die uns zu Nutzen kommen.

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