Toggle Navigation

Die Herstellung von Karnevalsschminke

Jedes Jahr zur fünften Jahreszeit verkleiden sich Karnevalsliebhaber auf die lustigste Art und Weise. Kostüme, Masken und Schminke – der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Doch wie wird Karnevalsschminke eigentlich hergestellt und was unterscheidet sie von herkömmlicher Kosmetik?

 Jung und Alt greifen tief ins Schminktöpfchen, um sich als Vampir, Katze oder Clown zu verkleiden. Dabei verwendet man vor allem Karnevalsschminke, da diese durch ihre Fettbasis wesentlich langanhaltender ist verglichen zu herkömmlicher Kosmetik. Die Farben wirken dadurch intensiver und Verkleidungen dadurch ausdrucksstärker. Zur Herstellung der Karnevalsschminke benötigt man Erdöl für Paraffin, Vaseline und Eucerin. Aus pflanzlichen Vorkommen wird Canauberwachs, Candelillawachs sowie Palmitin gewonnen. Ebenfalls verwendet werden Bienenwachs sowie Wollfett aus der Wolle von Schafen. Alle diese Fette bilden die Basis für jegliche Art von Schminken.

Für die Grundmasse werden die oben genannten Inhaltsstoffe vermischt und langsam erhitzt bis diese komplett flüssig ist. Ilmenit-Steine werden gemahlen, gebrannt und mit Säure versetzt. Das Ergebnis ist ein weißes Pulver namens Titandioxid, das zusammen mit Pigmenten die Farbzusammensetzung der Karnevalsschminke bestimmt. Wie beim Farbkasten werden verschiedene Pigmente vermischt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Blaue und gelbe Pigmenten ergeben demnach die grüne Farbe. Allerdings muss das Verhältnis der einzelnen Farbpigmente genau abgewogen werden, um den richtigen Farbton zu erhalten. Der Zusatz von Vitamin E aus Weizenkernen und Vanilleschoten sorgt dafür, dass die Haut trotz einer dicken Schicht Karnevalsschminke weich und geschmeidig bleibt. Anschließen wird das Pulver vermischt und mit der flüssigen Fettbasis zusammengerührt. Das Gemisch wird zwischen Metallwalzen geschüttet und über diese weitertransportiert. Dadurch kühlt die Masse ab und die Pigmente werden sorgfältig verrieben. Dieser Vorgang wird in mehreren Durchgängen durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Masse gleichmäßig vermischt und cremig ist. Durch das Abkühlen des Gescmischs durch den Transport ist dieses fest geworden. Um die Farbe abfüllen zu können, muss diese also vorerst erneut erhitzt werden. Bei einer Temperatur von 72 Grad verflüssigt sich das Gemisch wieder und kann in die vorgesehen Schminktöpfchen umgefüllt werden. Danach kühlen die Schälchen in einem Kühltunnel ab, bis diese in den Verkauf gebracht werden.

Über den Autor

Gastautor

Gastautor

Meine Artikel:

Kommentiere