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Die Low Carb Diät – Einfach genial oder genial daneben?

Der Weg zur perfekten Strandfigur ist lang und schwer. Der Umsatz von Fitnessprogrammen und Diätkochbüchern steigt immer mehr. Mittlerweile gibt es  verschiedene Diäten, die doch das gleiche versprechen: Ein hoher Gewichtsverlust in einer sehr geringer Zeit. Der aktuellste Trend: Low Carb.

Gerade in der Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen fühlen sich viele Menschen Übergewichtig und unwohl. Viele von ihnen wollen die Zeit nutzen, bis der Sommer wieder vor der Tür steht. Um die Strandfigur effektiv zu erreichen, setzen viele auf spezielle Diätprogramme. Eines der beliebtesten ist Low Carb. Dies bedeutet die Zufuhr von möglichst wenigen Kohlenhydraten. Spezielle Kochbücher finden reißenden Absatz. Die Ernährungsform ist ebenso Grundlage für verschiedene Fitnessprogramme. Zahlreiche Erfolgsberichte finden sich im Netz. Doch viele Studien, Wissenschaftler und Ernährungsexperten raten von einer dauerhaften Low Carb Anwendung ab. Wieso eigentlich?

Die Wichtigkeit für Kohlenhydrate für den Menschen

Kohlenhydrate sind Verbindungen von Kohlenstoff und Wasser (Kohlen=Kohlenstoff; Hydrat=Wasser). Unterteilt werden diese in einfach, zweifach und mehrfach Zucker. Man sieht also direkt: Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Ebenso sind sie für uns, wie das Benzin für das Auto, unser Treibstoff. Sie versorgen unser Gehirn und unsere Muskeln mit ausreichend Energie.

Einfach- und zweifach Zucker kommen hauptsächlich als Fruchtzucker in Obst oder als weißer Zucker in Süßigkeiten vor. Dieser Zucker gelangt sehr schnell ins Blut und sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt und wieder sinkt. Die Folge daraus ist, man hat direkt wieder hunger. Mehrfach Zucker, also komplexe Kohlenhydrate kommen hingegen in Vollkornprodukten, wie zum Beispiel Nudeln und Haferflocken, sowie in Hülsenfrüchte vor. Diese werden langsamer verdaut und sorgen für ein längeres Sättigungsgefühl. Da diese Produkte ebenfalls viele Vitamine und Mineralien besitzen, gelten sie als besonders gesund.

Definition von Low Carb

Wenige Kohlenhydrate. Doch was heißt eigentlich wenig? Sind 20g Kohlenhydrate zu viel? Oder doch erst 150g? Eine genaue Definition gibt es nicht. Viele Diäten setzen darauf Kohlenhydrate zu vermeiden. Da null Gramm fast unmöglich zu erreichen sind, sollen bei vielen Low Carb Diäten nicht mehr als 50g pro Tag aufgenommen werden. Um den Hunger aber stillen zu können, müssen mehr Proteine verspeist werden. Hält man sich streng an diesen Vorgaben gelangt man letztendlich zu der sogenannten Ketose. Dies ist eine Stoffwechsellage, in der die Energie für den Körper nicht mehr aus zugeführten Kohlenhydraten gewonnen wird, sondern aus den Fettreserven im Körper. Das Ergebnis ist ein schneller Fettabbau und somit ein hoher Gewichtsverlust in kurzer Zeit. So schön das auch klingt, Nebenwirkungen gibt es aber auch. Vor  allem Heißhungerattacken, sowie Erschöpfung und Stimmungsschwankungen sind die Folgen.

Ernährungsexperten und Wissenschaftler warnen vor einer dauerhaften Low Carb Ernährung

Die WHO hat erst vor kurzen einen hohen Fleischkonsum als Krebserregend eingestuft. Um die hohe benötigte Menge von Protein zu erreichen, konsumieren die Verbraucher meist tierische Produkte, größtenteils eine hohe Menge an Fleisch. Diese fördern, durch viele Studien belegt, Nieren- sowie Leberschäden und ein erhöhtes Krebsrisiko. Bei einer schlechten Umsetzung kann auch ein Mangel an Vitaminen und Mineralien entstehen. Anhand dieser Fakten, raten viele Wissenschaftler und Ernährungsexperten eine dauerhafte Low Carb Diät ab. Experten raten ebenso seinen Bedarf an Kalorien zu 30-50 Prozent über Kohlenhydrate zu decken.

Fazit

Man darf nicht alle Kohlenhydrate über einen Kamm scheren, denn es gibt nicht nur eine Form von ihnen. Komplexe Kohlenhydrate in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchte versorgen den Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen und sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Dies Bewirkt, dass unser Gehirn und unsere Muskeln optimal versorgt werden und die Leistungen des Alltages bewältigen können.

Will man nun abnehmen, so sollte man sich mit Ernährung auseinandersetzen. Ein guter effektiver Weg ist es, seinen Kalorienbedarf auszurechnen und ein Kaloriendefizit zu erreichen. Mit der Kombination aus Sport und einer gesunden, ausgewogenen Ernährung dauert es vielleicht etwas länger seine Strandfigur zu erreichen, ist aber auf Dauer wesentlich gesünder.

Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

Über den Autor

Matthias Mueller

Matthias Mueller

Für Technik konnte ich mich schon immer begeistern. Als gelernter Elektroniker habe ich daher auch schon beruflich einige Erfahrungen sammeln können. Zu meinen weiteren Hobbys zählen das verfassen von Texten und Videoproduktionen.
Ebenso interessiere ich mich sehr für Ernährung, was ich auf diesem Blog mit einbringen kann.

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