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Ein Traum in schwarz – Knoblauch ohne Mundgeruch

Schwarzer Knoblauch sieht irgendwie verkohlt und nicht besonders appetitlich aus. Doch hinter seiner dunklen Fassade verbirgt sich viel Positives. Eine seiner besonderen Eigenschaften verhindert, dass man Mundgeruch bekommt, was oftmals ein Problem beim weißem Knoblauch ist. Das ist aber noch lange nicht alles.


Weiße und schwarze Knoblauchzehe im Vergleich (Foto: Vivien Luhn)

Jeder kennt das Problem, wenn man nach dem Knoblauchbrot als Vorspeise oder dem mit Knoblauch gewürztem Gericht nur noch mit der Hand vor dem Mund reden kann, um seinem Gegenüber nicht durch den schlimmen Mundgeruch zu vergraulen. Schwarzer Knoblauch verhindert es, dass solch ein Szenario je wieder vorkommt. Von ihm kann man nämlich so viel essen wie man möchte, ohne auch nur die kleinste spur Mundgeruch zu bekommen.

Neue Optik, neuer Geschmack

Der Geschmack des schwarzen Knoblauchs wird dem fünften Geschmack Umami zugeordnet. Zwar soll er immer noch nach Knoblauch schmecken, gleichzeitig aber auch komplett anders sein. Schwarzer Knoblauch soll sowohl süß als auch bitter sein. Vorstellen kann man sich das Ganze wie in Aceto Balsamico getauchte Lakritze. Empfohlen wird es, den unbeschreiblichen Geschmack bei Gelegenheit einfach selbst auszuprobieren.

Schwarzen Knoblauch gibt es schon lange

In Ländern wie China und Korea ist schwarzer Knoblauch schon lange bekannt. Oft werden der weiße und der schwarze Knoblauch dort als Ying und Yang bezeichnet, also als zwei sich ergänzende Geschmacksnoten. Mittlerweile wird der schwarze Knoblauch auch in Spanien für ganz Europa produziert. Die Knoblauchbauern halten ihre Rezepte jedoch geheim, obwohl die Prozedur im Grunde klar ist. Der geerntete weiße Knoblauch wird bis zu 90 Tage in Kammern mit Hitze und Feuchtigkeit eingelagert. Dabei färbt er sich schwarz und verändert so auch seine Eigenschaften.


Weißer und schwarzer Knoblauch im Vergleich (Foto: Vivien Luhn)

Die genauen Temperaturen sind ein Geheimnis. Die Konsistenz variiert dabei je nach Länge der Einlagerung. Diese kann deshalb mal eher matschig aber auch eher gummiartig sein. Durch die vollzogene Gärung geht jedoch die schärfe des Knoblauchs etwas verloren. Das führt aber dazu, dass soviel davon gegessen werden kann wie gewollt ist, ohne auch nur die geringste Knoblauchfahne zu bekommen.

Eine Zehe des schwarzen Knoblauchs besitzt in etwa soviel Energie wie eine herkömmliche weiße Knoblauchknolle. Er wirkt außerdem gegen Erkältung und als Antidepressivum und hilft bei Wundheilungen und der Verdauung.

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