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Früher war die Welt noch ohne Plastik

Plastik: Im Laden tobt die Plastikflut. Regale voll, der Inhalt klein.
Ich stapfe durch den Plastiksud, und denke mir, das darf nicht sein.

(dkb, Januar 2019)

Jeder Deutsche produziert jährlich durchschnittlich 37 Kilogramm Plastikmüll nur aus Verpackungen. Für Deutschland wären das etwa drei Milliarden Kilogramm, was etwa einem Gewicht von 15.000 Blauwalen entspricht.

Fruit Logista

Auf der Fruit Logistica in Berlin, einer Obst- und Gemüsemesse, gehen deswegen Unternehmen mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass es auch ohne Plastik geht.

Bei Verpackungsmüll mögen viele an die Plastiktüten denken, die meist zum Einpacken und Tragen der Einkäufe genutzt werden. Doch der Schein täuscht, denn viele Deutsche versuchen mittlerweile, anstatt jedes Mal eine neue Plastiktüte zu kaufen, eine wiederverwendbare Jutetaschen für die Einkäufe zu verwenden.

Verpackungsmüll mehr Sargnagel als Rettungsanker

Viel mehr Müll verursachen die Plastikverpackungen in denen Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fertiggerichte, Brote oder auch Fleisch, Käse und verschiedenste Snacks eingepackt sind. Selbst die Verpackung vom Müsli hat meist eine oder mehrere Plastikschichten. Beim Einkaufen in einem herkömmlichen Supermarkt ist es praktisch unmöglich auf Plastik zu verzichten oder es erfordert viel Arbeit. Einige Lieferanten von Lebensmitteln bieten deshalb mittlerweile auch alternative Verpackungsmöglichkeiten an. Diese verursachen, trotz der Einsparung mehr Kosten, was sowohl der abnehmende Supermarkt, als auch der Käufer selten bereit ist zu bezahlen.

Eosta geht mit gutem Beispiel voran

Ein Lieferant, der diese Möglichkeit bietet ist zum Beispiel Eosta. Um auf das Plastikproblem aufmerksam zu machen und gleichzeitig zu zeigen, dass es auch ohne Plastik geht, hat Eosta auf der Fruit Logistica Messe in Berlin beschlossen ihren kompletten Stand Plastikfrei zu gestalten. Alles an ausgestelltem Obst und Gemüse befindet sich in Glasbehältern, ebenso wie die servierten Getränke am Stand. Selbst die Banner sind aus Pappe und es wurde speziell darauf Wert gelegt, dass die Tische am Stand alle aus Holz sind.

Eosta legt besonders viel Wert auf den Nachhaltigkeitsaspekt, denn es können nur frische und energievolle Lebensmittel geerntet werden, wenn der Boden, das Wasser und die Sonne mitspielen. Eine ungesunde und kranke Umwelt kann keine gesunden Lebensmittel hervorbringen.

Abgesehen davon gelangen viele Plastikabfälle ins Meer. Durch das Meersalz und das UV-Licht werden von dem Plastik verschiedene giftige Chemikalien freigesetzt. Das führt auch bei Meerestieren zu hormonellen Störungen und als Folge dessen, was viele ignorieren, belastet das auch uns Menschen.

Gesundheitliche Folgen

Nicht nur der Nachhaltigkeitsaspekt, sondern auch die gesundheitlichen Folgen spielen beim Plastikverbrauch eine Rolle. Plastik von Lebensmittelverpackungen und deren Chemikalien können nämlich von Lebensmitteln aufgenommen werden. Bestimmte Chemikalien, die sich in Plastik befinden, können zu Gewichtszunahme, Veränderung des Hormonhaushaltes, vorzeitige Pubertät bei Frauen, Fehlgeburten, Allergien, Asthma oder auch Herz- und Lebererkranken. Viele dieser Chemikalien werden auch bewusst bei der Nutztierhaltung gefüttert um diese Effekte hervorzurufen. Diese Beschwerden treten natürlich nicht sofort auf, können sich aber bei langjährigem Konsum von Lebensmittel in Plastikverpackungen entwickeln. Denn warum verzichten wir auf bestimmte Kunststoffe bei Säuglingen aber nehmen es als Erwachsener dann auf?

Das könnten Lösungen sein

Beim Reduzieren des eigenen Plastikkonsums wird sowohl der Umwelt, als auch der eigenen Gesundheit geholfen. Angefangen werden kann mit kleinen Dingen, wie dem Gebrauch von Glasflaschen und Stofftaschen anstelle von Plastikflaschen und Plastiktaschen. Außerdem gibt es mittlerweile viel Bioläden oder Fachgeschäfte, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Lebensmittel ohne Plastikverpackung zu verkaufen.

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Vivien Luhn

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