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Leicht, leichter KeyKeg – wenn jedes Gramm zählt

Getränkeverpackungen werden immer leichter. Davon profitierte die Gastronomie bislang jedoch wenig. Schwere Stahlfässer schleppen für Bier und Limonade aus der Zapfanlage – das soll mit dem KeyKeg-System nun Vergangenheit sein.

Getränk im Beutel, Beutel im Karton. Das System der KeyKeg Baseline ist leicht, simpel und nicht ganz neu. Bekannt sind solche Verpackungen bereits für Wein und Saft als Bag-in-Box. Ein Beutel gefüllt mit dem Getränk steckt in einem Karton. So wird der Beutel geschützt und gestärkt. Vorne befindet sich ein einfacher Zapfhahn, der sich durch Druck öffnet und schließt. Die Schwerkraft erledigt den Rest. Da keine Luft in den Beutel gelangt, sind die enthaltenen Getränke bis zu sechs Wochen haltbar.

Das neue an KeyKeg ist, dass nun auch kohlensäurehaltige Flüssigkeiten mit einem solchen System abgefüllt werden können. Bei der KeyKeg Slimline weicht der Karton einem schick designtem Plastikfass und nennt sich Bag-in-Ball. Der einfachen Zapfhahn weicht einem Universalzapfkopf, der laut Hersteller an alle Schankanlagen passt. Der besondere Vorteil der Fässer ist ihr Gewicht. Ein 20 Liter Fass aus Stahl wiegt circa 10 Kilo, ein Leichtgewicht daneben das KeyKeg mit rund einem Kilo.

Zapfkopf
Zapfkopf

Und auch beim Transport soll das schlanke Gebinde bis zu 65 % der Kosten sparen, da mehr Gebinde geladen werden können als bei herkömmlichen Alternativen. Weniger Lieferungen würden auch weniger CO2 Emissionen bedeuten, wirbt das Unternehmen. Nachhaltig soll außerdem das Einweg-Prinzip der Plastikfässer sein. Nach dem Gebrauch werden sie wie PET-Flaschen zusammengepresst und können so platzsparend entsorgt werden, eine chemische Reinigung erübrigt sich. Langfristig nachhaltig könnte das Verfahren durch weitere Pläne des Unternehmens werden: Durch die Entwicklung eines Cradle-to-Cradle-Prozesses. Dabei sollen die entleerten Fässer wieder eingesammelt und als Ausgangsmaterial für neue Fässer verwendet werden.

von Sarah Utz

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