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Lila Lebensmittel: nur Trend, oder auch gesund?

Hört man „Purple Dragon“ oder violettfarbene „Kapuziner“, ist nicht  die Rede von Figuren aus Online-Games oder Ordensbrüdern, sondern von Möhren und Erbsen in den verschiedensten Violett-Tönen. Lila Lebensmittel sind als einer der größten Food Trends 2017 prognostiziert. Was aber bringt es wirklich, lila zu essen? Und was hat es mit der Lila-Diät auf sich?

Vor einigen Wochen stellte Befootec die neuesten Trends 2017 rund um Nahrungsmittel vor. Der wohl farbigste Hingucker darunter: lila Lebensmittel. Längst schon beschränkt sich der lila Farbtrend nicht mehr nur auf Johannis-, Schwarz- und Heidelbeeren, Rotkohl, Auberginen und Pflaumen. Auch Möhren, Erbsen, Kartoffeln, Basilikum oder Tomaten findet man mittlerweile in diversen Rot-Blau-Tönen im Supermarkt.

Durch den Verzehr violetter – vor allem blauvioletter – Obstsorten oder Säfte werden mehr Vitamin C und Kalium werden aufgenommen. Aber wie kommt es überhaupt zur lila Farbe?

Das Farbspektrum von Anthocyane reicht hier von blau bis rot. Im sauren Milieu überwiegt die Rotfärbung, im basischen sind vor allem Blau- und Violett-Töne zu finden. (Quelle: http://www.chemie.fu-berlin.de/medi/suppl/anthocyane.gif)
Das Farbspektrum von Anthocyane reicht hier von blau bis rot. Im sauren Milieu überwiegt die Rotfärbung, im basischen sind vor allem Blau- und Violett-Töne zu finden. (Quelle: http://www.chemie.fu-berlin.de/medi/suppl/anthocyane.gif)

Sogenannte Anthocyane sind für die auffälligen Farben verantwortlich. Die Antioxydantien werden von der Pflanze zum Schutz vor UV-Licht eingesetzt. Primär schützen sie damit also die Pflanze selbst, als Folge daraus kommen diese Wirkungen dem Menschen zugute, der sie isst. Denn: Violette Lebensmittel können viel mehr, als nur den Teller farbig aufzupeppen.

Was bringen uns lila Lebensmittel?

Vor allem die Vitamine A und C sowie Magnesium, Calcium und Mineralstoffe stecken in Anthocyan-reichen Lebensmitteln. Sie senken zudem den Blutfettgehalt und infolge dessen den Cholesterinspiegel und Blutdruck. Zahlreiche Langzeit-Studien belegen ebenfalls, dass „purple food“ sowohl die Gehirnleistung steigert, als auch das Risiko auf Herz- und Krebskrankheiten mindert. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt es außerdem als nierenstärkend.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Lila Lebensmittel unterstützen die Kollagen-Produktion, die im Alter bekanntlich ja nachlässt. Sprich: weniger Falten! (Quelle: sheKnows)
Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Lila Lebensmittel unterstützen die Kollagen-Produktion, die im Alter bekanntlich ja nachlässt. Sprich: weniger Falten! (Quelle: sheKnows)

Auch bei Übergewicht bewegt sich der Diäten-Trend nun im violetten Farbsprektrum. Auf dem Speiseplan stehen dabei Obst und Gemüse in jeglichen Lila- und Violett-Tönen. Pflicht sind also: Auberginen, Pflaumen, Weintrauben, lila Möhren, Rotkohl, schwarze Johannisbeeren und Brombeeren. Den höchsten Anthocyane-Anteil haben hier Blaubeeren und sind absoluter Spitzenreiter.

Neben lilafarbenen Lebensmitteln dürfen auch rosa, pinke und rote Lebensmittel gegessen werden, also Himbeeren, Erdbeeren, Kirschen und pinke Grapefruits. Rotwein darf im Übrigen auch im Rahmen der Lila-Diät konsumiert werden, da er ebenfalls Anthocyane enthält. Hier gilt aber in Maßen genießen, bitte …

Die richtige Balance macht´s: Essen mit dem Regenbogen ist gesund. (Quelle: vogue)
Die richtige Balance macht´s. Lila Lebensmittel sollten auf jedem Teller vertreten sein. Dennoch: Am besten mit dem Regenbogen essen. (Quelle: vogue)

Lila ist Trend – und gesund. Ob nun gesünder ernähren oder ein paar Pfunde purzeln zu lassen: Gerne einfach mal zu „Purple Dragon“, violettfarbenen „Kapuziner“ und Co. greifen.

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