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Bierbauch: Macht Bier dick?

Ein Bierbauch entsteht durch Veranlagung und nicht direkt durch den Konsum von Bier. Aufpassen muss man trotzdem, denn Bier macht Appetit.

Eins vorneweg: „Der klassische Bierbauch entsteht durch Veranlagung, nicht durch das was man trinkt“, sagt die Ernährungsberaterin Carmen Hübner. Das klassische Feierabendbier ist also nicht am Bierbauch schuld. Aber es kann dazu beitragen.

Bier macht durch die Menge dick

Ein echter Dickmacher ist Bier eigentlich nicht. Die meisten Sorten enthalten ähnlich viele Kalorien wie Orangensaft oder Milch. Pro halbem Liter kann man 200 bis 250 Kalorien schätzen, Leichtbiere und alkoholfreies Bier liegen darunter, Biere mit hohem Alkoholgehalt darüber. Das Problem beim Bier ist, dass man es meist in ganz anderen Mengen trinkt als Säfte und co. Wer abends beim Ausgehen drei Flaschen Weizen leert, nimmt nebenbei 780 Kalorien zu sich. Das entstpricht einer Mahlzeit.

Bier macht Appetit

Dazu kommt noch, dass Bier nicht satt macht. Die enthaltenen Nährstoffe, nämlich Kohlehydrate und Eiweiß, werden durch das Mälzen und Brauen so aufbereitet, dass sie sehr leicht verdaulich sind. Der Körper nimmt sie schnell auf und verlangt nach mehr. Zum Beispiel nach einem Schäuferle, einer Tüte Chips oder einer Breze. Hopfen, Kohlensäure und Alkohol wirken zusätzlich appetitanregend.
Ob man durch Bier zunimmt, hängt also mit der Menge und mit dem restlichen Lebensstil zusammen. Wer beim Biertrinken Kalorien sparen will, sollte auf fettige Snacks verzichten. Mit alkoholfreiem Bier und Malzbier lassen sich zudem Kalorien einsparen. Beide Getränke haben oft nur halb so viel Kalorien wie das normale Bier.

Bier ist gesund

Dass Bier aber auch gesundheitsfördernd ist, zeigt eine spanische Studie aus dem Jahr 2011. In der Studie mit 1200 Teilnehmern fand der Forscher Ramon Estrouth heraus, dass ein halber Liter Bier täglich (bei Frauen 0,3 Liter) das Risiko senken kann, an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken. Außerdem soll Bier eine günstige Wirkung auf die Blutgerinnung haben. Dafür sorgen die Vitamine und Mineralstoffe, die im Bier enthalten sind. Dazu gehören die Vitamine B2 und B6, Folsäure, Eisen und Kalzium.

Der Bierbauch ist Veranlagung

Wo sich Fett besonders schnell ablagert, bestimmen die Gene. Vor allem Männer speichern Fett zuerst am Bauch, durch Stress oder Bewegungsmangel wird das gefördert. So kommt es, dass auch schlanke Männer einen sogenannten Bierbauch entwickeln.
Medizinisch gesehen spricht man von einem Bierbauch, wenn sich das Fett nicht direkt unter der Bauchhaut, sondern zwischen den einzelnen Schlingen des Darmes ansammelt. Das Fett spannt die Bauchdecke, der Bauch wird rund und fest – ein typischer Bierbauch.

von Simone Danne

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