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Matcha: Das grüne Gold

Grünes Pulver mit einem sehr merkwürdigen Geruch, dazu auch noch sehr teuer für einen Tee. Matcha wird trotzdem immer beliebter in Deutschland. Gerade bei Veganern hat er großen Stellenwert erreicht, vor allem durch den Star Veganer Attila Hildmann. Doch auch Hollywood Stars schwören auf die besonderen Eigenschaften des grünen Goldes.

Was ist Matcha genau?

Matcha ist im Prinzip nichts anderes als gewöhnlicher Grüner Tee. Die Blätter werden aber nicht wie bei gewöhnlichen Tee einfach aufgekocht, sondern durch ein spezielles Verfahren pulverisiert und dieses dann in kleinen Döschen abgefüllt, die man käuflich erwerben kann.

Die Geschichte besagt, dass im sechsten Jahrhundert nach Christus Matcha erstmals in China entwickelt wurde. Ursprünglich galt der Tee als Heilmittel, die Blätter wurden ganz fein zermahlen. Größtenteils wurde das Wundermittel in buddhistischen Klöstern hergestellt und auch konsumiert. Später, im Jahre 1191 kam Matcha dann aber auch nach Japan wo er ebenfalls im Buddhismus eine große Rolle spielte. Aber auch außerhalb von diesem wurde der Tee langsam bekannter und es entwickelte sich eine spezielle Teezeremonie.

Heute wird Matcha größtenteils in Japan und in China angebaut. Die Blätter werden getrocknet und anschließend von Granitmühlen vermahlen. Um 30 Gramm des Tees zu produzieren, wird ungefähr eine Stunde benötigt.

Seine Wirkung

Matcha hat für Morgenmuffel eine besondere Wirkung. Der Tee enthält nicht nur gewöhnliches Koffein, sondern auch Teein. Im Prinzip ein und die selbe Substanz, im Tee aber ist es an Flavonole gebunden und wird so erst im Darm freigesetzt. Das Resultat: Das Koffein wird langsamer abgebaut und hat so eine längere Wirkung als Kaffee.

Neben wichtigem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen, besitzt Matcha auch die Fähigkeit freie Radikale zu beseitigen, d.h Stoffe die sich negativ auf unserem Körper auswirken werden unschädlich gemacht. Ein regelmäßiger Genuss von Matcha kann dazu führen, dass unsere Haut beispielsweise langsamer altert.

Einige Studien belegen mittlerweile auch, dass das Getränk Krebsrisiko hemmt und sich positiv auf unseren Cholesterinspiegel auswirkt.

Wie schmeckt das Wundermittel denn?

Kurz gesagt: Es hat einen sehr eigenen Geschmack. Manche mögen ihn, manche finden ihn geradezu ungenießbar. Beschreiben kann man ihn als herb, cremig und intensiv. Der Geschmack hängt aber auch stark von der Qualität des Tees ab.

Zubereitung und Kosten

Will man sich an die japanische Tradition halten, so benötigt man neben den eigentlichen Matcha mindestens noch eine Porzellanschüssel und einen Rührbesen aus Bambus. Dies ist als Set erhältlich und kostet um die 25 Euro.

Der eigentliche Matcha ist in allen Preiskategorien vertreten, die Spanne ist also sehr groß. Für den Anfang kann man aber mit ungefähr 10 bis 15 Euro für eine 30 Gramm Dose rechnen.

Zubereitet wird er dann mit einem halben Teelöffel Matchapulver und 80 Milliliter heißes Wasser (zirka 80 Grad Celsius) das darüber gegossen wird. Mit den Rührbesen rührt man den Tee stark aus dem Handgelenk nach vorn und nach hinten etwa so lang, bis ein cremiger Schaum auf der Oberfläche entsteht. Faustregel: Je cremiger, desto besser.

Wer jetzt Lust auf das grüne Gold bekommen hat, kann sich im Teeladen seines Vertrauens oder in gut sortierten Supermärkten seine erste Dosis Matcha kaufen.

Es muss auch nicht pur als Tee getrunken werden. Man kann ihn auch mit 300 Milliliter Milch (alternativ Soja- oder Hafermilch), einer Vanilleschote und dazu etwas Honig in den Mixer geben und durchmixen lassen. Fertig ist der Matcha-Latte. Dazu benötigt man etwa ein Teelöffel des Pulvers.

Aber auch in Backwaren oder einigen Gerichten gibt Matcha eine super Figur ab. Einfach die Augen nach passenden Rezepten offen halten und die positiven Wirkungen des Pulvers ausprobieren.

Über den Autor

Matthias Mueller

Matthias Mueller

Für Technik konnte ich mich schon immer begeistern. Als gelernter Elektroniker habe ich daher auch schon beruflich einige Erfahrungen sammeln können. Zu meinen weiteren Hobbys zählen das verfassen von Texten und Videoproduktionen.
Ebenso interessiere ich mich sehr für Ernährung, was ich auf diesem Blog mit einbringen kann.

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