Toggle Navigation

Milchtankstelle: Milch direkt von der Kuh


Die Milchpreise sind ein Thema. Ein sehr großes Thema, seit die Milchquote zum April 2015 abgeschafft wurde. Jeder Bauer darf nun so viel produzieren, wie er will. Die Milchproduktion wird auch in kleinen Betrieben auf mehr Leistung und Effizienz getrimmt. So liegt der Preis für einen Liter Milch bei circa 25 Cent zurzeit. Ein Tiefpunkt. Diese 25 Cent werden allein schon für Futter- und Haltungskosten gebraucht. Gewinn springt dabei keiner mehr raus.

Um in einer solchen Zeit noch im Markt bestehen zu können, liegt es auf der Hand über alternative Vertriebsmöglichkeiten der Milch nachzudenken. Ein Konzept, dass sich immer mehr etabliert ist die Milchtankstelle. Hier können Kunden zeitlich flexibel ihre Milch selber zapfen und der Bauer erhält mehr Geld für seine Milch.

Wie funktioniert eine Milchtankstelle?

Pro Liter muss man am Bauernhof von Robert Berngruber einen Euro bezahlen. Zum Zapfen kann man seine eigene Flasche mitnehmen oder für zwei Euro eine neue Glasflasche erwerben.

Ist das Zapfen aus der Milchtankstelle hygienisch?

Berngruber:

Die Hygiene ist ein großes Thema in der Milchtankstelle. Wir haben uns deshalb schon bevor wir die Milchtankstelle gekauft haben intensiv damit befasst. Die Hygiene an sich ist nicht unproblematisch. Deswegen ist es wichtig, dass wir regelmäßig in den Milchautomaten reinschauen. Ungefähr drei bis viermal am Tag prüfen wir, ob der Milchautomat innen sauber ist.

Bei der Hygiene kommt es auch auf den Hersteller drauf an. Wir haben zum Beispiel Wert daraufgelegt, dass der Milchautomat auch eine Reinigungsfunktion hat. Das bedeutet: Quasi nach jedem Zapfen der Milch, wenn man den Deckel schließt und den Milchbehälter entnimmt, findet ein Spülvorgang statt. Dabei wird der Innenbereich der Zapfanlage gereinigt.

Welche Kunden können sich die Milchtankstelle überhaupt leisten?

Berngruber:

So viel teurer ist die Milch aus der Milchtankstelle nicht. Manche unbehandelte Milch im Supermarkt kostet über einem Euro. Die die H-Milch ist natürlich billiger, als unsere Milch. Beim Preis haben wir allerdings bisher die Erfahrung gemacht, dass das vielen Kunden die zu uns kommen nicht so wichtig ist. Wer sich entscheidet extra frische Milch vom Bauernhof zu kaufen, für den kommt das Geld erst an zweiter Stelle.

Allgemein hat sich bisher gezeigt, dass die Leute gerne kommen und auch regelmäßig. Wir haben Kunden, die kommen viermal die Woche, manche kommen nur am Wochenende. Wer allerdings nur unsere Milch trinken möchte, muss natürlich öfters kommen, denn die frische Milch hält sich nicht so lange.

Warum hat sich die Familie Berngruber die Milchtankstelle angeschafft?

Über den Autor

Leonie Leistner

Leonie Leistner

Ich bin seit Oktober 2015 Redakteurin hier. Es macht mir sehr viel Spaß eigene Berichte zu schreiben und zu veröffentlichen. Ich möchte mit den Themen meiner Artikel die Leser zum Nachdenken anregen. Ob technische Themen, Getränke oder Lebensmittel: Ich finde die Herausforderungen die dieser Blog mit sich bringt sehr spannend und freue mich auf neue Erfahrungen.

Meine Artikel:

Kommentiere