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Rotwein, gut fürs Herz?

Rotwein werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Unter anderem soll er gut fürs Herz sein. Ohne ein schlechtes Gewissen machen es sich viele abends mit einem Gläschen Wein gemütlich. Ist der tägliche Konsum von Rotwein wirklich kein großes Risiko für die Gesundheit?

Ein Glas Wein am Tag ist gesund, dieser Mythos ist alt. Schon in den 70er Jahren versuchten zahlreiche Wissenschaftler zu belegen, dass Rotwein das Risiko eines Herzinfarktes deutlich verringern kann. Im Rotwein sind die so genannten sekundären Pflanzenstoffe enthalten. Diese sorgen dafür, dass die schädlichen Blutfette im Körper verringert werden. Angeblich soll er auch das Herz stärken. Studien zufolge, wurde nachgewiesen, dass sich die Gefäße in einem sehr guten Zustand befinden, wenn man oft Rotwein zu sich nimmt. Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge, fehlen klinische Studien die beweisen, dass der Rotweinkonsum Krankheiten tatsächlich vorbeugt.

Doch Rotwein hat auch Nachteile, zum Beispiel kann er als Antioxidans wirken und damit Durchblutungsstörungen in den Gefäßen vorbeugen. Außerdem enthält er Alkohol, der besonders gefährlich ist. Er schädigt die Körperzellen und lässt Gehirnzellen absterben. Daher stellen viele Wissenschaftler die positiven Wirkungen von Rotwein in Frage. Die BKK hat eine Liste der wichtigsten Erkrankungen durch den Alkoholkonsum zusammengestellt. Unter anderem kann das Risiko auf einen Schlaganfall steigen, man kann häufiger an Fettleber, Hepatitis oder Leberzirrhose erkranken und der Hormonhaushalt wird zerstört. Ebenfalls kann dauerhafter Alkoholkonsum abhängig machen.

Ärzten zufolge gelten nur geringe Mengen als gesundheitsfördernd. Viele denken, dass eine ganze Flasche Rotwein am Tag sie vor einem Herzinfarkt schützen wird. „Das stimmt in keinem Fall“, sagen Ärzte. Ein vorsichtiger Verzehr von höchstens einem oder zwei Gläsern kann schützen. „Die Antioxidantien im Wein verlangsamen den Abbau von Stickstoffmonoxid im Blut“, sagt Dr. med. Thomas Meinertz, Herzspezialist und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Daher kommt er seltener zu gefährlichen Ablagerungen, die die Gefäße verengen.

Eine Studie aus Frankreich bestätigt die wertvollen Eigenschaften von Rotwein. Es wurden Unterschiede zwischen dem Süden und dem Norden Frankreichs festgestellt. Im Süden leiden deutlich weniger Menschen an Herzkrankheiten als im Norden. Das liegt daran, dass im Süden öfter und mehr Rotwein getrunken wird. Doch bleibt bis heute umstritten, ob die negativen Auswirkungen des Alkohols mit dem Nutzen von Rotwein aufwiegt. Der geltende Grundsatz von einem Glas pro Tag sollte skeptisch betrachtet werden.

Sotiriou, Athina

<br>Bildquelle: © Günther Gumhold / <a href=“http://www.pixelio.de“ target=“_blank“>pixelio.de</a>

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