Toggle Navigation

Die Saatbox: „Lasst uns die Aussaat beginnen!“

Das ist das Motto des Startup-Unternehmens SaatxGut mit ihrer selbst entwickelten Saatbox. Fünf junge Studenten aus der FAU Erlangen und TH Nürnberg haben sich zusammen getan und eine Saat-Box entwickelt. Hiermit lassen sich sehr simpel die eigenen Kräuter in der Küche heranzüchten. Bequem, ohne großen Aufwand und das für nur 4,95 € pro Sorte.

Bisher können Basilikum, Rucola und Schnittlauch in den Kartons gezüchtet werden. Jede Kartonage enthält dabei ein Päckchen Erde, ausreichend Samen, Blähton und eine ausführlich Zuchtanleitung.

Wie funktioniert die Saatbox

Jede Box enthält eine ausführliche Anleitung angepasst auf die jeweiligen Bedingungen, die die Sorte braucht.

Die Anzucht bei Basilikum verläuft dabei so:

Saatbox mit Anleltung, Blähton, Samen, Erde und Karton mit Bienenwachs beschichtet (Foto: Denise Heller).
Saatbox mit Anleitung, Blähton, Samen, Erde und Karton mit Bienenwachs beschichtet (Foto: Denise Heller).
  1. Schritt: Erde im Behälter verteilen und anfeuchten
  2. Schritt: Die Samen in gewissem Abstand auf die Erde streuen. Jeden Samen mit dem Finger leicht in die Erde drücken. Auch hier natürlich wieder gießen.
  3. Schritt: Geeigneten Platz finden: Hell und etwa 20 Grad. Täglich gießen!
  4. Schritt: Nach 7 Tagen sieht man die ersten Resultate; Ab etwa 10 cm Höhe kann das erste Mal geerntet werden. Aber nur die Blätter.

Zusätzlich wird viel nützliches Wissen und Tipps  auf der Anleitung aufgeführt und gut erklärt.

Wie kam es zur Gründung des Startups

Dank des sogenannten Gründerwettbewerbs des bbw (Berufsbildungswerk der bayerischen Wirtschaft) mit dem Projekt „ Start your idea“, lernten sich die fünf Studenten kennen. Ziel des Wettbewerbes ist es ein Fünf-Euro-Business aufzubauen und Geld zu erwirtschaften. Das nötige Fachwissen bekommen sie in Seminaren in den Bereichen Marketing, Projektmanagement und Recht vermittelt. So wetteifern die Studenten um die besten Plätze an ihrer Hochschule und Universität.

Saatbox (Foto: Denise Heller).
Saatbox (Foto: Denise Heller).

Von dem Konzept der „urban faming products“ angetan, erschloss sich dann das Team aus fünf Studenten. Um das finale Projekt mit allen Verbesserungen fertig zu stellen, vergingen etwa sechs Wochen. In dieser Zeit wurden die Zulieferer an Land gezogen, die Wasserundurchlässigkeit der Kartonage verbessert, die Sorten festgelegt und natürlich fanden die ersten Testläufe statt.

Wichtig ist auch, dass es sich bei den Kartons um Boxen der Firma Greenbox handelt, welche biologisch abbaubar sind. Bei den Samen, dem Bienenwachs als auch der Erde handelt es sich ebenfalls um Bioprodukte.

Wie entstehen die Kartons

Jeder einzelne Karton wird von den jungen Unternehmern selbst zusammengestellt. Die Erde wird abgewogen und in Folie eingeschweißt. Die Samen werden in Tütchen gepackt und die Anleitungen sind alle, je nach Sorte, ausführlich geschrieben.  Sogar ein integrierter QR-Code erinnert den Nutzer an die tägliche Pflege.

Die Anschaffungskosten tragen sie selbst. Die Kartons werden für 4,95€ das Stück verkauft. Bisher wurden um die 200 Kisten verkauft.

Wer ist alles dabei?

Die fünf Studenten die am Projekt beteiligt sind:

Das Saat x Gut Team.
Das Saat x Gut Team.

Julian Mailhammer, Angewandte Chemie

Christoph Wäger, Wirtschaftswissenschaften

Jonas Höfer, Wirtschaftswissenschaften

Felix Frisch, Maschinenbau

Meike Baumgart, Management in der Bio-Branche

Unterstützung erhielt das kleine Team natürlich von ihren Wirtschaftspartnern, Juristen als auch vom bbw. Sogar die Eltern einiger Mitglieder unterstützen tatkräftig das Unternehmen. Das Bienenwachs kommt von Julians Vater. Dank des absolvierten Agrarwissenschafts-Studiums liefert Meikes Mutter zahlreiches Wissen zum Thema Pflanzen.

Wie geht es in Zukunft weiter

Schluss ist da noch lange nicht. Klar ist, dass das Team nicht aufgeben wird und es nach absolviertem Wettbewerb noch weiter geht. Neben zahlreichen weiteren Optimierungen sind natürlich auch noch weitere Sorten geplant.

Kommentiere