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Grabstein: Beschriftung mit altbewährten Methoden

Jeder Grabstein auf dem Friedhof hat sie: Eine Beschriftung. Meistens steht der Name des Verstorbenen und das Geburts- und Sterbedatum darauf. Es gibt zwei Methoden mit denen ein typischer Steinmetz die Schrift im Stein verewigt.

 

Bei der ersten ursprünglicheren Variante kommen Hammer und Meißel zum Einsatz. Mit ihnen klopft der Steinmetz präzise die Buchstaben in den Grabstein. Da das allerdings sehr zeitaufwendig ist, wird die Methode nur bei alten Grabsteinen verwendet, die schon eine handgeklopfte Schrift enthalten. Man erkennt die Schrift daran, dass man in der Mitte eine Kante sieht.

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Die zweite Methode ist die Sandstrahlmethode. Zuerst wird am Computer der Schriftzug entworfen und auf einen festen Gummi gedruckt. Dann malt man ein Raster auf den Grabstein, damit der Schriftzug später nicht schief wird. In welcher Höhe er sich befindet wird nach Augenmaß bestimmt. In die Mitte wird dann die Schrift geklebt. Anschließend werden die Buchstaben mit einem Skalpell ausgeschnitten.

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Außen rum wird noch Schutzfolie geklebt, damit der Rest des Grabsteines optimal geschützt ist. Mit einer kleinen Rolle wird alles nochmal festgerollt. Dann kann auch schon das Sandstrahlgerät zum Einsatz kommen. Mit Ohrenschutz und Schutzbrille ausgerüstet, wird anschließend langsam mit einem Rohr über den Schriftzug gefahren (Titelbild). Der Sand wird direkt aus dem Rohr auf den Stein gestrahlt. Nach wenigen Augenblicken ist die Schrift gleichmäßig vertieft. Abschließend wird der Grabstein noch mit einem Luftdruckgerät sauber gemacht.

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Diese Schrift erkennt man daran, dass sie innen glatt ist und keine Kante enthält.

Die beiden Techniken sind altbewährt und effektiv. Der Steinmetz benutzt sie fast täglich. Wenn ihr also das nächste Mal auf dem Friedhof unterwegs seid, achtet auf den Schriftzug.

Informationen: Naturstein & Grabmale G. Krenz

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