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Verdauungsschnaps: Wahrheit oder Mythos?

Viele von uns kennen die bekannte Redensart: „Und jetzt noch einen Verdauungsschnaps!“. Aber fördert hochprozentiger Alkohol wirklich die Verdauung und ist nach dem Essen gut für Magen und Darm?

Wer Alkohol zu sich nimmt, regt im ersten Moment seinen Organismus an und produziert mehr Magensäure. Dadurch durchquert die Nahrung schneller den Magen und gelangt in den Darm, um dort weiter verdaut zu werden. Spürbar ist dieser Effekt allerdings für die Wenigsten von uns. Wer sich also nach dem Essen einen Schnaps gönnt und sich dann besser fühlt, ist wahrscheinlich dem bekannten Placebo-Effekt zum Opfer gefallen.

Roter Likör (Quelle: Pixabay).
Roter Likör (Quelle: Pixabay).

Beim Verdauungsschnaps gilt: Die richtige Menge macht’s

Zudem ist ein entscheidender Faktor die Menge. Denn wer übermäßig Hochprozentiges zu sich nimmt, tut sich keinen Gefallen. Der Alkohol wird direkt ins Blut und mit dieses ins Gehirn weitergeleitet. Dort hat es zur Folge, dass die Nerven blockiert werden und damit der Magen den Speisebrei nicht in den Darm weiterbefördern kann. Hierbei wird der oben erklärte Effekt umgekehrt.

Wer also einen Verdauungsschnaps trinkt, sollte dabei nicht mehr als 2 cl trinken.

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