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Wirtschaftssanktionen: Russland will eigene Industrie stärken

Importschwierigkeiten und der niedrige Ölpreis stellen Moskau vor große Herausforderungen. Putin will nun Produktionsstätten ins Inland holen. Der deutsche Maschinenbau könnte hiervon profitieren.

Seit Anfang des Jahres steckt die russische Wirtschaft in der Krise – wegen der Sanktionen des Westens und aufgrund des stark gefallenen Ölpreises. Mittlerweile sei der Höhepunkt der Krise erreicht, sagte Präsident Wladimir Putin am Dienstag auf einer Konferenz in Moskau.

Weil er nun die Umstellung seiner Wirtschaft von Rohstoffexporten zu mehr Produktion im Inland plant, wittern deutsche Maschinenbauer die Chance auf Einnahmen. „Das heißt, dass russische Unternehmen mehr Maschinen brauchen werden“, sagt Oliver Cescotti, der Landesgeschäftsführer der GEA Group in Russland.

Andererseits müsse der deutsche Mittelstand sich auch darauf einstellen, dass Russland den Import von Produkten in Zukunft „ganz massiv“ kontrolliere, meint Reinhold Festge, der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. Momentan seien die russischen Firmen sowieso kaum in der Lage, in Deutschland einzukaufen. Nicht nur Handelssanktionen behindern das Geschäft, sondern auch Finanzblockaden gegen große russische Banken.

Sein Vorschlag an deutsche Firmen: Wenn möglich, in russische Unternehmen einsteigen. Somit habe man direkten Kontakt zum Markt. Der niedrige Rubelkurs macht Investitionen außerdem billig.

Foto: pixabay.de

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